Regierungspräsidium soll Ortsdurchfahrt neu prüfen
Von unserem Redaktionsmitglied Sarah Weik
Rosengarten. Das letzte Wort in Sachen Ortsumgehung Rosengarten ist noch lange nicht gesprochen. Nach dem Erörterungstermin im Dezember liegt nun eine neue Variante auf dem Tisch. Wie Alfons Haag, Vorsitzender des Ausschusses für Regionalpolitik und Infrastruktur im Kreistag Bergstraße, mitteilte, soll das Regierungspräsidium in Darmstadt nun erneut prüfen, ob nicht doch eine Möglichkeit bestehe, die Bundesstraße 47 weiter durch den Ort zu leiten.
Als Variante 1 b bezeichnet der Kreis die Ortsdurchfahrt. Auf drei Spuren statt wie bisher auf zwei soll der Verkehr demnach durch Rosengarten führen: eine Spur je Fahrtrichtung und eine weitere in der Mitte. Diese führt je nach Verkehrsaufkommen mal Richtung Worms, mal Richtung Bensheim. Ein Lichtsignal zeigt die entsprechende Richtung an. Diese Variante soll nun das Regierungspräsidium prüfen.
Es ist wohl vor allem der Hartnäckigkeit der Rosengartener Landwirte geschuldet, dass nun doch wieder über eine vergrößerte Ortsdurchfahrt nachgedacht wird. Sie hatten nicht locker gelassen mit ihrer Kritik an der sogenannten großen Südumgehung, nutzten den Erörterungstermin im Dezember dazu, ihrem Ärger Luft zu machen. Sie sehen durch das Bauprojekt deutliche wirtschaftliche Einbußen auf sich zukommen, manche sogar ihre Existenz bedroht.
Ihre Kritik blieb nicht unerhört. Die "landwirtschaftlichen Belange" sollen bei einer erneuten Prüfung der Varianten explizit berücksichtigt werden. Doch auch weitere Punkte spielten für Reiner Rößler, im Landratsamt zuständig für die Raumentwicklung, bei der Entwicklung der neuen Variante eine Rolle.
So werde die Umwelt durch die dreispurige Ortsdurchfahrt weit weniger belastet als durch den Neubau einer vierspurigen Fahrbahn um Rosengarten herum. Eine Beurteilung, für die vor allem die Aspekte Flächenverlust und die Zerschneidung der Landschaft ausschlaggebend waren. Auch der Verkehrsverbund Rhein-Neckar äußerte Bedenken gegen eine Ortsumgehung, die längere Fahrzeiten und den Einsatz weiterer Busse nach sich ziehen würde.
Dass ein Ausbau der B 47 den Lampertheimer Stadtteil zerschneidet - das wird auch bei der neuen Planung nicht geleugnet. Doch Rosengarten sei kein "historisch gewachsener Siedlungskörper", heißt es, und habe sowieso eine sehr heterogene Baustruktur, die durch eine dreispurige Fahrbahn nicht beeinträchtigt würde. Um den Lärm für die Anwohner gering zu halten, soll die Fahrbahn tiefergelegt werden.
Ob diese Argumente reichen, um die jahrzehntelange Planung der Ortsumgehung zu kippen, liegt nun in den Händen des Regierungspräsidiums.
© Südhessen Morgen, Samstag, 11.02.2012
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