Planung für Gleisdreieck beginnt

Braucht Lampertheim nach dem großen Erfolg des Neubaugebiets Rosenstock III jetzt ein weiteres Baugebiet?
Die 98 städtischen Baugrundstücke im Rosenstock III sind fast alle verkauft, von den privaten zirka 250 sind noch rund 100 zu haben. Also ist ein weiteres Neubaugebiet nicht ganz so dringend. Dennoch müssen wir schon jetzt über die Zukunft nachdenken. Daher hat unser Bauamt den Auftrag, Pläne für die Nutzung des Gleisdreiecks zu erarbeiten. Ansonsten ist im Flächennutzungsplan der Stadt Lampertheim als Wohnzuwachsgebiet nur noch der Bereich Am Sportfeld vorgesehen.

Besteht Bedarf, den zweiten Abschnitt des Gewerbegebiets Wormser Landstraße zu erschließen?
Es gibt keinen akuten Bedarf. Dennoch werden wir uns mit dem zweiten Abschnitt befassen, damit wir Flächen vorrätig haben, wenn ein Interessent anklopft.

Wie geht es voran mit dem geplanten gemeinsamen Gewerbegebiet mit Bürstadt, das zwischen Hofheim und Bobstadt liegen soll?
Wenn nur Bürgermeister und Magistrat/Verwaltung zu entscheiden hätten, wären wir einen Schritt weiter. Der Wille ist bei beiden Städten vorhanden. Vor etwa zwei Monaten hat der Lenkungskreis getagt und der Verwaltung Aufträge erteilt. In der interkommunalen Zusammenarbeit muss man Kompromisse schließen, also Abstriche machen. Da tut sich die Politik schwer. Also, in den nächsten zwei Jahren wird es dieses Gewerbegebiet nicht geben.

Beim Projekt Altrheinentschlammung scheint es auch nicht weiterzugehen. Sind kreative Ideen vonnöten?
Wir hatten ja kürzlich einen Termin in Wiesbaden. Es wurde klar, dass das Land für die Altrheinentschlammung kein Geld ausgeben will. Das Umweltministerium ist sogar der Ansicht, die Verlandung sei ein natürlicher Prozess. Die finanziell günstige Variante, den belasteten Schlamm vorübergehend auf dem Bachgrund abzulagern, ist nicht möglich. Alle Alternativen sind wesentlich teurer. Vordringlich ist jetzt die Sicherung des Neuschlösser Sodabuckels, da stehen wir im Wort. Und das kostet auch viel Geld.

Seit Jahren wird über leer stehende Ladenlokale in der Innenstadt diskutiert. Kann mehr Leben in der Innenstadt etwas bewegen?
Mehr Leben wäre sicher gut. Der Stadtmarketingverein versucht permanent, mit Aktionen auf die verbliebenen Geschäfte aufmerksam zu machen. Eine Patentlösung gegen Leerstand gibt es nicht, das haben wir auch in Heppenheim, Viernheim oder Bensheim. Das liegt zum einen am Käuferverhalten und zum anderen an den Nebenkosten der Mieter. Wichtig ist, dass es in der Innenstadt Waren des täglichen Bedarfs gibt. Wir haben jetzt nur noch den Penny-Markt, nachdem der Nutzkauf zugemacht hat. Keinesfalls kann die Stadt einen Teil der Miete für einen Supermarkt übernehmen, wie das mal jemand von mir gefordert hat.

Die Innenstadt bräuchte ein Zugpferd, vielleicht so etwas wie eine kleine Kaiser-Passage...
Das Kaufhaus Christmann war früher noch so ein Magnet. Die Stadt würde für einen Investor auch alle Hindernisse aus dem Weg räumen. Bislang kam keiner, und vermutlich wird auch keiner kommen.

Der AZ-Vogelpark ist in seiner Existenz bedroht. Kann die Stadt diesem Verein nicht helfen, durch personelle Einsätze beispielsweise?
Die Stadt versucht, dem AZ-Vogelpark auf jede Weise zu helfen. Im vergangenen Jahr hat ein Azubi dort Arbeiten geleistet, und auch beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar wurde dort kräftig mitangepackt. Natürlich könnte die Stadt einen Teil der anfallenden Arbeiten dort übernehmen, aber wir haben nicht einmal genügend Personal, um unsere Aufgaben zu erfüllen. Man muss bedenken, wie groß unsere Gemarkung ist, von Hofheim bis Hüttenfeld sind es 25 Kilometer. Die Stadtverordneten haben uns nach dem Wegfall der Zivildienstleistenden vier Stellen nur auf zwei Jahre befristet genehmigt. Die gleichen Leute kritisieren dann, dass die Wildkräuter in die Höhe schießen.

Die Stadtverordneten haben doch auch eine Evaluierung (Untersuchung) des Bauhofs gefordert. Ist die schon im Werden?
Der Arbeitskreis Bauhof hat drei- oder viermal getagt, jetzt werden Angebote für Gutachten eingeholt. Schätzungsweise im Herbst wird der Arbeitskreis entscheiden, wer zum Zuge kommt. 2013 könnten Ergebnisse vorliegen. Ich erinnere aber an die Evaluierung der Friedhöfe, ein Auftrag, der 20 000 Euro kostete. Das Ergebnis war, dass die Stadt mit den vorhandenen Möglichkeiten ihre Friedhöfe auf hohem Niveau pflegt. Die Verwaltung leistet eine Fülle an Aufgaben, da kann es auch mal Kritik geben. Aber 90 Prozent unserer Arbeit machen wir gut bis sehr gut.

Das Interview führte Oliver Lohmann.

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